Phalaenopsis-Orchidee vermehren: Keiki und Stecklinge
Die Vermehrung von Orchideen, insbesondere der beliebten Phalaenopsis, ist für viele Pflanzenfreunde ein spannendes Thema. Mit etwas Geduld und den richtigen Schritten können Sie aus einer Mutterpflanze neue Jungpflanzen ziehen. Hier erfahren Sie, wie Sie Keiki erkennen, abtrennen und erfolgreich eintopfen – und worauf Sie achten sollten, damit die Vermehrung gelingt.

Was ist ein Keiki?
Ein Keiki ist ein kleiner Ableger, der direkt am Blütenstängel oder seltener an der Basis einer Phalaenopsis-Orchidee wächst. Er bildet eigene Blätter und Luftwurzeln aus. Keiki bedeutet im Hawaiianischen „Kind“ – und genau das ist es: eine genetisch identische Tochterpflanze.
Wann und wie Keiki abtrennen?
Geduld ist gefragt: Ein Keiki sollte erst abgetrennt werden, wenn er mindestens 2–3 gut entwickelte Wurzeln von jeweils etwa 5 cm Länge hat. Das dauert meist mehrere Monate. Trennen Sie den Keiki vorsichtig mit einem sauberen, scharfen Messer vom Blütenstängel ab. Achten Sie darauf, die Wurzeln möglichst wenig zu verletzen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Keiki eintopfen
- Vorbereitung: Wählen Sie einen kleinen, durchsichtigen Topf und spezielle Orchideenerde (Borke).
- Keiki abtrennen: Schneiden Sie den Keiki mit mindestens 2–3 langen Wurzeln vorsichtig ab.
- Pflanzen: Setzen Sie den Keiki so ein, dass die Wurzeln locker im Substrat liegen. Nicht zu tief einpflanzen.
- Angießen: Befeuchten Sie das Substrat leicht, aber vermeiden Sie Staunässe.
- Standort: Stellen Sie den Topf an einen hellen, warmen Platz ohne direkte Sonne.
- Pflege: Halten Sie das Substrat leicht feucht und vermeiden Sie Zugluft. In den ersten Wochen wenig düngen.
Häufige Fehler bei der Vermehrung
- Keiki zu früh abtrennen (zu kurze oder keine eigenen Wurzeln).
- Zu tiefes Einpflanzen – die Basis sollte über dem Substrat bleiben.
- Zu viel Wasser: Junge Keiki sind empfindlich gegen Staunässe.
- Zu wenig Licht: Keiki brauchen Helligkeit, aber keine direkte Sonne.
FAQ: Häufige Fragen zur Orchideenvermehrung
- Was ist ein Keiki bei einer Orchidee?
- Ein Keiki ist ein natürlicher Ableger, der an der Mutterpflanze wächst und sich mit eigenen Wurzeln und Blättern entwickelt. Er kann abgetrennt und als eigenständige Pflanze weiterkultiviert werden.
- Woran erkenne ich, dass ein Keiki groß genug ist?
- Ein Keiki sollte mindestens 2–3 eigene Wurzeln mit jeweils etwa 5 cm Länge haben, bevor er abgetrennt wird. Auch ein oder zwei Blätter sollten vorhanden sein.
- Kann ich eine Phalaenopsis auch durch Stecklinge vermehren?
- Die klassische Stecklingsvermehrung ist bei Phalaenopsis kaum möglich. Die Vermehrung erfolgt fast ausschließlich über Keiki. Andere Orchideenarten lassen sich manchmal durch Teilung oder Stecklinge vermehren.
- Wie lange dauert es, bis ein Keiki blüht?
- Bis ein Keiki erstmals blüht, vergehen meist 2–3 Jahre. Die Entwicklung hängt von Licht, Temperatur und Pflege ab.
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