Einsatzmöglichkeiten von Bodendeckern im Garten
Bodendecker sind vielseitige Pflanzen, die im Garten viele Aufgaben übernehmen können. Sie sorgen für einen geschlossenen Bewuchs, reduzieren den Pflegeaufwand und bringen Struktur in Beete, unter Gehölze oder an schwierigen Standorten wie Hängen. Im Folgenden finden Sie praktische Tipps, wie und wo Bodendecker am besten zur Geltung kommen.
Bodendecker unter Bäumen und Sträuchern
Unter Bäumen und großen Sträuchern ist der Boden oft schattig und trocken. Hier fühlen sich viele klassische Bodendecker wie Vinca minor (Kleines Immergrün), Pachysandra terminalis (Dickmännchen) oder Ajuga reptans (Kriechender Günsel) wohl. Sie vertragen Wurzeldruck und gedeihen auch bei weniger Licht. Achten Sie darauf, die Fläche vor dem Pflanzen gut von Wurzelunkraut zu befreien und die Erde bei Bedarf mit Kompost zu verbessern. Nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen in den ersten Wochen wichtig, bis die Pflanzen angewachsen sind.
Bodendecker in Beeten und entlang von Wegen
Bodendecker eignen sich hervorragend als flächige Unterpflanzung in Staudenbeeten oder entlang von Gartenwegen. Sie schließen Lücken zwischen höheren Pflanzen und sorgen für einen gepflegten Gesamteindruck. Für sonnige Bereiche bieten sich beispielsweise Lavendel, Thymian oder Polsterphlox an. In halbschattigen Lagen sind Euonymus fortunei (Kriechspindel) oder Waldsteinia (Golderdbeere) eine gute Wahl.
Bodendecker an Hängen und Böschungen
Hänge und Böschungen lassen sich mit Bodendeckern nicht nur optisch aufwerten, sondern auch vor Erosion schützen. Arten wie Vinca, Ajuga oder Geranium macrorrhizum (Duftender Storchschnabel) bilden dichte Teppiche und halten den Boden fest. Bei der Pflanzung empfiehlt es sich, die Pflanzen etwas dichter zu setzen und in den ersten Jahren regelmäßig aufkommendes Unkraut zu entfernen.
Kombination mit Stauden und Gehölzen
Bodendecker lassen sich gut mit anderen Stauden, Ziergräsern oder kleinen Gehölzen kombinieren. So entstehen abwechslungsreiche Pflanzbilder und Sie nutzen den Platz optimal aus. Besonders schön wirken Kombinationen aus blühenden Bodendeckern wie Ajuga oder Waldsteinia mit höheren Stauden oder Ziergräsern. Achten Sie darauf, dass die Standortansprüche der Pflanzen zueinander passen (z.B. Licht, Feuchtigkeit).
Tipps für ein gelungenes Ergebnis
- Vor dem Pflanzen die Fläche gründlich von Unkraut befreien.
- Die richtige Pflanzdichte wählen: In der Regel 8–12 Pflanzen pro m², je nach Art.
- Nach dem Pflanzen gut wässern und in den ersten Wochen feucht halten.
- In den ersten Jahren regelmäßig Unkraut jäten, bis die Bodendecker dicht gewachsen sind.
- Bei Bedarf mit Kompost oder Mulch arbeiten, um das Bodenleben zu fördern.
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Häufig gestellte Fragen zu Bodendeckern im Garten
- Welche Bodendecker eignen sich besonders gut für den Bereich unter Bäumen?
- Für schattige und trockene Standorte unter Bäumen empfehlen sich Arten wie Vinca minor, Pachysandra terminalis und Ajuga reptans. Sie vertragen Wurzeldruck und wachsen auch bei wenig Licht zuverlässig.
- Kann man Bodendecker mit Ziergräsern kombinieren?
- Ja, viele Bodendecker lassen sich gut mit niedrigen Ziergräsern kombinieren. Wichtig ist, dass die Standortansprüche (z.B. Licht, Bodenfeuchte) zusammenpassen. So entstehen abwechslungsreiche und pflegeleichte Pflanzflächen.
- Welche Bodendecker sind für Hänge und Böschungen geeignet?
- Für die Bepflanzung von Hängen eignen sich robuste, flächig wachsende Arten wie Vinca, Ajuga, Geranium macrorrhizum oder Euonymus fortunei. Sie helfen, den Boden zu stabilisieren und Erosion vorzubeugen.
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