LavendelArten: Angustifolia, Stoechas & Intermedia

Lavendel ist nicht gleich Lavendel: Die Gattung Lavandula umfasst verschiedene Arten, die sich in Aussehen, Blütezeit, Winterhärte und Pflegeansprüchen unterscheiden. Für Gärtner in kühleren europäischen Klimazonen ist die richtige Wahl entscheidend, damit Lavendel im Garten zuverlässig wächst und blüht. Hier stellen wir die drei wichtigsten Lavendelarten für den Garten vor und helfen Ihnen, die passende Sorte für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Lavandula angustifolia (Echter Lavendel)
Der Echte Lavendel ist die bekannteste Art für mitteleuropäische Gärten. Er wächst kompakt, wird meist 40–60 cm hoch und bildet dichte, silbrig-grüne Blätter. Die Blütezeit liegt meist zwischen Juni und Juli. Lavandula angustifolia gilt als die winterhärteste Lavendelart und verträgt in geschützten Lagen Temperaturen ohne feste Temperaturgrenze für alle Sorten, sofern der Boden gut drainiert ist. Besonders beliebt sind Sorten wie 'Hidcote' oder 'Munstead'.
Lavandula stoechas (SchopfLavendel)
Der SchopfLavendel ist an seinen auffälligen, „schopfigen“ Hochblättern auf den Blütenständen leicht zu erkennen. Er blüht oft schon ab Mai und kann bei günstigen Bedingungen bis in den Spätsommer nachblühen. Lavandula stoechas ist weniger winterhart (meist nur ohne feste Temperaturgrenze für alle Sorten) und benötigt in kühleren Regionen Winterschutz oder sollte im Kübel frostfrei überwintert werden. Die Pflanze bevorzugt sehr sonnige, geschützte Standorte und durchlässige, eher saure Böden.
Lavandula x intermedia (Lavandin)
Lavandin ist eine Kreuzung aus L. angustifolia und L. latifolia. Die Pflanzen werden meist größer (bis 80–100 cm), wachsen kräftig und bilden lange, reich verzweigte Blütenstände. Die Blütezeit beginnt oft etwas später als bei echtem Lavendel (Juli–August). Lavandula x intermedia ist mäßig winterhart (ohne feste Temperaturgrenze für alle Sorten), benötigt aber wie alle Lavendelarten einen gut drainierten Standort. Typische Sorten sind 'Grosso' und 'Provence'.
Vergleichstabelle der wichtigsten Lavendelarten
| Art | Wuchshöhe | Blütezeit | Winterhärte | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Echter Lavendel (L. angustifolia) | 40–60 cm | Juni–Juli | ohne feste Temperaturgrenze für alle Sorten | kompakt, duftend, für Beete und Hecken |
| SchopfLavendel (L. stoechas) | 30–60 cm | Mai–Juli (oft Nachblüte) | ohne feste Temperaturgrenze für alle Sorten | markante Hochblätter, weniger winterhart, für Kübel |
| Lavandin (L. x intermedia) | 60–100 cm | Juli–August | ohne feste Temperaturgrenze für alle Sorten | kräftiger Wuchs, lange Blüten, gut für größere Flächen |
Welche Lavendelart passt zu meinem Garten?
Für dauerhaft ausgepflanzte Lavendel im Beet empfiehlt sich in kühleren Regionen meist Lavandula angustifolia. Wer besonders lange Blütenstiele oder größere Pflanzen bevorzugt, kann auf Lavandin setzen, sollte aber auf einen geschützten Standort achten. SchopfLavendel eignet sich vor allem für Kübel und sonnige, windgeschützte Plätze, da er empfindlicher gegenüber Frost ist. Eine Kombination verschiedener Arten ist möglich, sofern die Standortansprüche beachtet werden.
FAQ – Häufige Fragen zu Lavendelarten
- Worin unterscheiden sich Lavandula angustifolia, L. stoechas und L. x intermedia?
- Die Arten unterscheiden sich vor allem in Blütezeit, Winterhärte, Wuchshöhe und Blütenform. Angustifolia ist am winterhärtesten, stoechas hat auffällige Hochblätter und blüht früh, intermedia wächst kräftig und blüht später.
- Welche Lavendelart ist am winterhärtesten?
- Lavandula angustifolia gilt als die robusteste Art für mitteleuropäische Gärten. Dennoch ist ein gut drainierter Standort entscheidend für die Winterhärte.
- Welche Lavendelart blüht am längsten?
- SchopfLavendel (L. stoechas) kann bei günstigen Bedingungen besonders lange und oft nachblühen. Lavandin (L. x intermedia) hat eine späte, aber meist ausdauernde Blüte. Die genaue Blühdauer hängt jedoch von Sorte und Standort ab.
- Können verschiedene Lavendelarten zusammen gepflanzt werden?
- Ja, das ist möglich, wenn die Standortbedingungen (vor allem Boden und Sonneneinstrahlung) für alle Arten passen. Achten Sie auf die unterschiedlichen Ansprüche an Winterhärte und Schutz.
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