Welche Lavendelsorten sind für Ihren Garten geeignet?
Lavendel bringt nicht nur Farbe und Duft in den Garten, sondern ist auch vielseitig einsetzbar. Doch nicht jede Lavendelsorte passt zu jedem Standort oder Wunsch. Hier stellen wir die wichtigsten Lavendelarten für niederländische und belgische Gärten vor – mit ihren Besonderheiten, Vor- und Nachteilen.

Lavandula angustifolia (Echter Lavendel)
Der Echte Lavendel ist die klassische, winterhärteste Lavendelart für unsere Breiten. Er wächst kompakt, wird meist 40–60 cm hoch und blüht von Juni bis Juli mit duftenden, meist violetten Blüten. Die schmalen, graugrünen Blätter und der intensive Duft machen ihn beliebt für Beete, kleine Hecken und Töpfe. Angustifolia-Sorten sind relativ robust gegenüber Frost, benötigen aber einen sonnigen, gut durchlässigen Standort.
Lavandula stoechas (Schopflavendel)
Der Schopflavendel fällt durch seine auffälligen "Schöpfe" an den Blütenständen auf. Er blüht oft etwas früher und länger als der Echte Lavendel, meist von Mai bis August. Die Pflanzen bleiben meist niedriger (30–50 cm) und sind empfindlicher gegenüber Frost. In milden Wintern kann Schopflavendel draußen überleben, braucht aber oft Winterschutz oder einen geschützten Standort. Der Duft ist etwas herber und weniger klassisch als bei Angustifolia.
Lavandula x intermedia (Lavandin)
Lavandin ist eine Kreuzung aus Echtem Lavendel und Speiklavendel. Die Pflanzen werden oft größer (bis 80 cm), wachsen buschig und tragen lange, kräftige Blütenrispen. Lavandin blüht meist etwas später (Juli bis August) und duftet intensiv, aber mit leicht kampferartiger Note. Die Winterhärte liegt zwischen Angustifolia und Stoechas – ein geschützter Standort ist empfehlenswert.
Vergleich: Wuchs, Duft und Winterhärte
- Winterhärte: Am robustesten ist Lavandula angustifolia. Lavandin ist mäßig winterhart, Schopflavendel braucht meist Schutz.
- Duft: Angustifolia duftet klassisch süß, Lavandin kräftig und leicht kampferartig, Stoechas eher herb.
- Wuchs: Lavandin wird am größten, Angustifolia bleibt kompakt, Stoechas ist meist niedrig und buschig.
Weitere Lavendel-Tipps
Häufig gestellte Fragen zu Lavendelsorten
- Welche Lavendelsorte ist am winterhärtesten?
- Lavandula angustifolia (Echter Lavendel) gilt als die winterhärteste Art und eignet sich am besten für das Freiland in den Niederlanden und Belgien. Dennoch empfiehlt sich bei strengem Frost ein leichter Winterschutz, besonders bei jungen Pflanzen.
- Welche Lavendelart duftet am stärksten?
- Der klassische, süße Lavendelduft ist bei Lavandula angustifolia am intensivsten. Lavandin (Lavandula x intermedia) duftet ebenfalls stark, hat aber eine leicht kampferartige Note. Schopflavendel (Lavandula stoechas) riecht herber und weniger typisch.
- Können verschiedene Lavendelsorten kombiniert werden?
- Ja, Sie können verschiedene Lavendelarten im Beet kombinieren. Achten Sie dabei auf ähnliche Standortansprüche (viel Sonne, durchlässiger Boden) und berücksichtigen Sie, dass nicht alle Sorten gleich winterhart sind. Besonders bei Schopflavendel ist ein geschützter Platz ratsam.
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