Arten und Formen des Olivenbaums
Olivenbäume (Olea europaea) bringen mediterranes Flair in den Garten oder auf die Terrasse. Doch nicht jeder Olivenbaum ist gleich: Es gibt verschiedene botanische Arten, Zuchtformen und Altersklassen, die sich in Wuchs, Pflege und Eignung für unterschiedliche Standorte unterscheiden. Hier erfahren Sie, welche Olivenbaum-Typen es gibt und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Botanische Arten und Sorten
Die meisten im Handel erhältlichen Olivenbäume gehören zur Art Olea europaea. Innerhalb dieser Art gibt es zahlreiche Sorten (Kultivare), die sich in Blattgröße, Wuchsform und Fruchtbildung unterscheiden. Für den Ziergarten sind meist robuste, langsam wachsende Sorten gefragt. Einige seltenere Arten wie Olea europaea var. sylvestris (Wildolive) werden gelegentlich angeboten, sind aber weniger verbreitet.
Strauchform, Stammform und alte Exemplare
Strauchförmige Olivenbäume wachsen mehrtriebig und buschig. Sie eignen sich gut für kleinere Gärten oder als Kübelpflanze. Stammförmige Olivenbäume haben einen klaren Hauptstamm und eine rundliche Krone. Sie wirken besonders dekorativ als Solitär auf Terrasse oder im Beet. Alte Olivenbäume mit knorrigem Stamm und ausdrucksstarker Rinde sind echte Hingucker. Ihr Alter wird oft auf Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte geschätzt, wobei im Handel meist Exemplare mit 20–80 Jahren angeboten werden. Ihr Preis und Pflegeaufwand sind entsprechend höher.

Welche Olivenbaumform passt zu Ihnen?
Für kleine Gärten oder Balkone empfiehlt sich eine Strauchform oder ein kompakter Stammbaum. Wer mediterranes Ambiente im großen Garten schaffen möchte, kann zu einem alten, großkronigen Exemplar greifen – sofern ausreichend Platz und ein geschützter Standort vorhanden sind. Für die Kübelhaltung eignen sich besonders junge, kleinere Bäume, da sie leichter zu bewegen und zu überwintern sind.
Winterhärte und Wachstum
Olivenbäume sind grundsätzlich wärmeliebend und vertragen nur begrenzten Frost. Junge Pflanzen und Strauchformen sind meist etwas frostempfindlicher als ältere, gut verholzte Exemplare. In kühleren mitteleuropäischen Regionen empfiehlt sich ein geschützter Standort oder die Überwinterung im Kübel. Das Wachstum ist generell langsam, besonders bei alten Bäumen. Wer schnelle Ergebnisse möchte, sollte zu jüngeren Pflanzen greifen.
Häufige Fragen zu Sorten und Formen
- Was ist der Unterschied zwischen Strauch- und Stammform beim Olivenbaum?
- Strauchförmige Olivenbäume besitzen mehrere Haupttriebe und wachsen buschig, während Stammformen einen klaren Hauptstamm mit einer kompakten Krone ausbilden. Stammformen wirken oft eleganter als Solitär, Strauchformen sind robuster und lassen sich leichter in Form schneiden.
- Wie alt sind "alte" Olivenbäume aus dem Gartencenter wirklich?
- Im Handel werden als "alte Olivenbäume" meist Exemplare mit 20 bis 80 Jahren angeboten. Das tatsächliche Alter lässt sich oft nur grob schätzen, da die Stammdicke und Rindenstruktur variieren. Sehr alte Bäume (über 100 Jahre) sind selten und entsprechend teuer.
- Welche Olivenbaumform eignet sich am besten für Topf oder Freiland?
- Für die Kübelhaltung sind kompakte Strauch- oder kleine Stammformen ideal, da sie leichter zu bewegen und zu schützen sind. Im Freiland können auch größere Stammformen oder alte Exemplare gepflanzt werden, sofern der Standort ausreichend geschützt ist.
- Gibt es kompakte Olivenbäume für kleine Gärten?
- Ja, es gibt gezüchtete, langsam wachsende Sorten und kompakte Strauchformen, die sich gut für kleine Gärten oder sogar für den Balkon eignen. Achten Sie beim Kauf auf die Endgröße und das Wachstumstempo.
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