Storchschnabel schneiden: Tipps für eine gesunde Pflanze
Storchschnabel (Geranium) ist eine beliebte und pflegeleichte Staude für den Garten. Ein gezielter Rückschnitt sorgt nicht nur für eine schönere Form, sondern fördert auch die Blühfreude und Vitalität der Pflanze. Hier erfahren Sie, wann und wie Sie Ihren Storchschnabel am besten schneiden – angepasst an verschiedene Arten und Gartensituationen.

Warum sollte man Storchschnabel schneiden?
Ein Rückschnitt verhindert, dass die Pflanze zu stark auseinanderfällt oder verkahlt. Viele Sorten treiben nach dem Schnitt kräftig neu aus und bilden oft eine zweite Blüte. Außerdem wird durch das Entfernen von welken Blättern und Blüten Krankheiten vorgebeugt.
Der beste Zeitpunkt für den Schnitt
Der Hauptschnitt erfolgt meist nach der ersten Blüte, also im Frühsommer (Juni/Juli). Schneiden Sie die Pflanze dann bodennah zurück, treibt sie meist frisch aus und blüht im Spätsommer erneut. Ein leichter Formschnitt ist auch im Herbst möglich, um abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen. Im Frühjahr können Sie alte, vertrocknete Stängel abschneiden, bevor der neue Austrieb beginnt.
Storchschnabel richtig schneiden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Warten Sie, bis die Hauptblüte vorbei ist und die Pflanze etwas unordentlich wirkt.
- Schneiden Sie alle verblühten Blütenstände und vergilbten Blätter mit einer sauberen Gartenschere ab.
- Bei robusten Arten können Sie die gesamte Pflanze bis auf wenige Zentimeter über dem Boden zurückschneiden.
- Entfernen Sie das Schnittgut aus dem Beet, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
- Gießen Sie die Pflanze nach dem Schnitt bei Trockenheit leicht an.
Schnitt-Tipps für verschiedene Arten
Nicht alle Storchschnabel-Arten reagieren gleich auf einen Rückschnitt. Geranium Rozanne und Geranium sanguineum vertragen einen kräftigen Rückschnitt sehr gut und treiben schnell neu aus. Bei horstbildenden Arten wie Geranium macrorrhizum genügt meist das Entfernen einzelner verblühter Triebe. Prüfen Sie bei empfindlichen oder spätblühenden Sorten, ob ein starker Rückschnitt sinnvoll ist.
Häufige Fehler beim Schneiden
- Zu früher Rückschnitt: Warten Sie, bis die Hauptblüte vorbei ist.
- Zu zaghaftes Schneiden: Viele Arten profitieren von einem kräftigen Rückschnitt.
- Alte, abgestorbene Stängel im Frühjahr nicht entfernen: Das kann das Wachstum hemmen.
Weitere Tipps rund um Storchschnabel
Häufig gestellte Fragen zum Schneiden von Storchschnabel
- Muss ich Storchschnabel jedes Jahr schneiden?
- Ein jährlicher Rückschnitt nach der Blüte ist bei den meisten Arten empfehlenswert. So bleibt die Pflanze vital und blühfreudig. Bei schwachwüchsigen oder immergrünen Arten genügt oft das Entfernen einzelner Triebe.
- Wie weit kann ich Storchschnabel zurückschneiden?
- Robuste Arten wie Geranium Rozanne oder Geranium sanguineum können Sie nach der Blüte bis auf wenige Zentimeter über dem Boden zurückschneiden. Prüfen Sie bei empfindlichen Sorten, ob ein starker Rückschnitt sinnvoll ist.
- Was mache ich mit verblühten Blüten?
- Verblühte Blütenstände können Sie regelmäßig ausputzen. Nach der Hauptblüte empfiehlt sich ein kompletter Rückschnitt, um eine zweite Blüte zu fördern und die Pflanze kompakt zu halten.
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