Bambus: Arten, Verwendung und Pflege

Bambus bringt eine besondere Atmosphäre in den Garten – ob als immergrüne Hecke, eleganter Solitär oder im Kübel auf der Terrasse. Doch Bambus ist nicht gleich Bambus: Es gibt große Unterschiede zwischen den Arten, besonders beim Wuchsverhalten. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wie Sie Bambus richtig einsetzen und pflegen und welche Sorten sich für Ihren Garten eignen.
Was ist Bambus?
Bambus gehört zur Familie der Süßgräser und ist für sein schnelles Wachstum und die immergrünen Blätter bekannt. Viele Arten sind winterhart und eignen sich gut für mitteleuropäische Gärten. Die Halme können je nach Sorte sehr unterschiedlich aussehen – von feinen, dichten Horsten bis zu hohen, kräftigen Stangen.
Ausläuferbildender vs. horstbildender Bambus
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist das Wurzelverhalten:
- Horstbildende Bambusarten (z.B. Fargesia) wachsen kompakt und bilden keine langen Ausläufer. Sie sind pflegeleicht und breiten sich nicht unkontrolliert aus.
- Ausläuferbildende Bambusarten (z.B. Phyllostachys) können sich mit unterirdischen Rhizomen stark ausbreiten. Hier empfiehlt sich unbedingt eine Wurzelsperre, um unerwünschte Ausbreitung zu verhindern.
Verwendung: Hecke, Solitär, Kübel und Sichtschutz
Bambus ist vielseitig einsetzbar:
- Hecke: Besonders horstbildende Arten wie Fargesia eignen sich gut als dichte, immergrüne Hecke.
- Solitär: Einzelne Bambuspflanzen setzen als Blickfang Akzente im Garten.
- Kübel: Viele Bambusarten lassen sich auch im Topf kultivieren. Achten Sie dabei auf ausreichende Wasserversorgung und Winterschutz.
- Sichtschutz: Schnellwachsende Arten bieten einen natürlichen Sichtschutz, auch auf Balkon oder Terrasse.
Beliebte Bambusarten
- Fargesia: Horstbildend, winterhart, ideal für Hecken und Kübel.
- Phyllostachys: Ausläuferbildend, sehr wüchsig, für große Flächen – immer mit Wurzelsperre pflanzen.
- Pleioblastus, Sasa u.a.: Kleinere Arten für Bodendecker oder niedrige Hecken.
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Häufige Fragen zu Bambus
- Was ist der Unterschied zwischen ausläuferbildendem und horstbildendem Bambus?
- Ausläuferbildende Bambusarten (z.B. Phyllostachys) breiten sich mit unterirdischen Rhizomen weit aus und können andere Gartenbereiche überwuchern. Horstbildende Arten (z.B. Fargesia) wachsen kompakt und bleiben an ihrem Platz. Für ausläuferbildende Arten ist eine Wurzelsperre ratsam.
- Kann Bambus im Topf wachsen?
- Ja, viele Bambusarten eignen sich für die Kübelhaltung. Wichtig sind ein ausreichend großes Gefäß, regelmäßiges Gießen und im Winter ein geschützter Standort.
- Ist Bambus immergrün?
- Die meisten Bambusarten sind wintergrün und behalten ihre Blätter auch im Winter. Einzelne Blätter können jedoch im Frühjahr abgeworfen werden – das ist ein natürlicher Vorgang.
- Wie schnell wächst Bambus?
- Das Wachstum hängt von der Art und den Standortbedingungen ab. Ausläuferbildende Arten können pro Jahr bis zu 1 Meter oder mehr wachsen, horstbildende Arten meist etwas langsamer.
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