Bambusarten: Ausläuferbildend vs. horstbildend
Bambus bringt mit seinem immergrünen Laub und den eleganten Halmen asiatisches Flair in den Garten. Doch nicht alle Bambusarten wachsen gleich: Es gibt horstbildende Sorten wie Fargesia und ausläuferbildende wie Phyllostachys. Hier erfahren Sie, worin die Unterschiede liegen und welche Art zu Ihren Gartenplänen passt.

Nicht-ausläuferbildender Bambus (Fargesia)
Fargesia-Arten wachsen horstbildend, das heißt, sie bilden keine langen Ausläufer im Boden. Sie bleiben kompakt und eignen sich besonders gut für Hecken, Sichtschutz oder als Solitärpflanze. Fargesia ist pflegeleicht, winterhart und verliert auch im Winter kaum Blätter. Die Halme sind meist dünner und biegsamer als bei anderen Bambusarten.
Ausläuferbildender Bambus (Phyllostachys)
Phyllostachys-Arten wachsen ausläuferbildend. Das bedeutet, sie bilden unterirdische Rhizome, die sich teils mehrere Meter vom Pflanzort entfernen können. Diese Arten werden oft sehr hoch und eignen sich für große Gärten oder als markante Einzelpflanze. Damit Phyllostachys nicht unkontrolliert wuchert, ist eine Wurzelsperre beim Pflanzen unbedingt zu empfehlen. So bleibt der Bambus dort, wo Sie ihn haben möchten.
Weitere Arten und Sorten
Neben Fargesia und Phyllostachys gibt es noch weitere Bambusarten wie Pleioblastus, Sasa oder Pseudosasa. Diese unterscheiden sich in Wuchshöhe, Blattgröße und Winterhärte. Für kleine Gärten oder Kübel eignen sich meist horstbildende Arten besser.
Welche Bambusart passt zu Ihrem Garten?
Überlegen Sie vor dem Kauf, wie viel Platz Sie zur Verfügung haben und ob Sie eine Hecke, einen Sichtschutz oder einen Solitär wünschen. Für kleine bis mittlere Gärten und als Hecke ist Fargesia meist die beste Wahl. Für große Flächen oder als imposante Einzelpflanze kann Phyllostachys geeignet sein – aber nur mit Wurzelsperre.
Anwendungsmöglichkeiten je nach Art
- Fargesia: Hecke, Sichtschutz, Kübel, Einzelstellung
- Phyllostachys: Einzelpflanze, Bambuswald, hohe Hecke (mit Wurzelsperre)
- Kleinbleibende Arten: Bodendecker, Kübelbepflanzung
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Häufige Fragen zu Bambusarten
- Welche Bambusarten wuchern nicht?
- Horstbildende Bambusarten wie Fargesia bilden keine langen Ausläufer und bleiben an ihrem Platz. Sie sind daher besonders für kleinere Gärten und als Hecke geeignet.
- Was sind die Vorteile von Fargesia?
- Fargesia ist pflegeleicht, winterhart und benötigt keine Wurzelsperre. Die Pflanzen bleiben kompakt, sind immergrün und eignen sich gut für Sichtschutz oder als Kübelpflanze.
- Wann sollte ich Phyllostachys wählen?
- Phyllostachys eignet sich für große Gärten, wenn Sie eine hohe, imposante Bambusart suchen. Wichtig ist die Verwendung einer Wurzelsperre, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern.
- Kann ich ausläuferbildenden Bambus sicher pflanzen?
- Ja, aber nur mit einer fachgerecht eingebauten Wurzelsperre. Diese verhindert, dass die Rhizome in unerwünschte Bereiche wachsen. Ohne Wurzelsperre kann Phyllostachys sehr invasiv werden.
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